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Endlich neu: Schulküche und Biologieraum 41

Einweisung am 13.11.2017

 

Projekt: Sozial-AG der Realschule Hüsten

 

1. Beschreibung der AG

Die Sozial-AG der Realschule Hüsten ist eine von vielen Wahlmöglichkeiten für die 9. und 10. Klassen, welche im zweiten Schulhalbjahr 2013/2014 erstmalig durchgeführt wird. Die Schülerinnen und Schüler besuchen während der AG-Zeit eine feste soziale Einrichtung, um hier Erfahrungen im Umgang mit kleinen Kindern oder älteren Menschen zu sammeln. Die Erfahrungen und Beobachtungen, welche die Jugendlichen sammeln, werden alle drei Wochen in einer Theorieeinheit in der Schule reflektiert und aufgearbeitet. Ein selbstständig angefertigtes Portfolio mit einem Rahmenplan begleitet die Schülerinnen und Schüler während dieser Zeit und beinhaltet Beobachtungsbögen und Aufzeichnungen.

 

2. Zusammensetzung

Die AG setzt sich aus insgesamt 18 Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse zusammen, welche ihr Interesse für einen sozialen Beruf bekundet haben und an der AG teilnehmen möchten. Die Realschule Hüsten steht in Kooperation mit neun sozialen Einrichtungen, welche die Schülerinnen und Schüler zu zweit besuchen. Hierbei handelt es sich um sechs Kindergärten oder Kindertagesstätten, eine offene Ganztagsbetreuung in einer Grundschule und zwei Seniorenheime, welche sich alle im nahen Umfeld der Realschule Hüsten befinden. Betreut werden die AG- Teilnehmer von einer Lehrperson.

 

3. Ziel der AG

Ziel der Sozial-AG ist es, den Jugendlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, wie sie sinnvoll Zeit mit Kindern oder älteren Menschen verbringen und lernen, deren Alltag mitzugestalten. Wichtig ist, dass sowohl die Schülerinnen und Schüler, als auch die sozialen Einrichtungen von der Sozial- AG profitieren und eine „Win-win-Situation“ entsteht. Die Jugendlichen schulen ihre sozialen Kompetenzen und sammeln neue, wertvolle Erfahrungen für die spätere Berufswelt. Die Einrichtungen erhalten von den Jugendlichen Unterstützung bei der Betreuung von Kindern oder älteren Menschen.

 

4. Umsetzung

Die Durchführung der Sozial-AG an der Realschule Hüsten erfolgt sehr praxisbezogen. Zu Beginn finden drei Sitzungen in der Schule als Theorieeinheiten statt. Die Jugendlichen setzen sich hierbei schwerpunktmäßig mit sozialen Kompetenzen auseinander. Das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen, die Schulung von Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie die Auseinandersetzung mit dem breit gefächerten Thema Kommunikation stehen hierbei im Vordergrund. Hierzu gehört sowohl das Kommunikationstraining nach Schulz von Thun als auch der Umgang mit Kommunikationsstörungen. Außerdem wird der Umgang mit Konfliktsituationen geübt und besprochen. Hierbei setzen sich die Jugendlichen mit Strategien auseinander, welche eine Konfliktlösung in bestimmten Situationen herbeiführen kann. Rollenspiele verdeutlichen konkrete Situationen und veranschaulichen den Schülerinnen und Schülern wie Auseinandersetzungen bewältigt werden können. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Theorieeinheit ist das Thema Teamarbeit, welches in sozialen Berufen einen besonderen Stellenwert einnimmt. Durch kooperative Übungen und Rollenspiele werden die Schülerinnen und Schüler dahin gehend sensibilisiert, wie wichtig gemeinschaftliches Arbeiten in einem Team ist. Im Hinblick auf den ersten Besuch in der sozialen Einrichtung wird über das Verhalten und Auftreten der Teilnehmer in den Einrichtungen gesprochen. Hierzu gehört auch der Umgang mit dem Datenschutzgesetz und der damit verbundenen Schweigepflicht der Jugendlichen. Während die Jugendlichen in den Einrichtungen hospitieren, besucht die betreuende Lehrperson die Schülerinnen und Schüler in den Institutionen, um sich einen Überblick über das Verhalten und Auftreten der AG Teilnehmer zu machen. Der erste Termin im Monat findet immer als Theorieeinheit in der Schule statt, die drei anderen Termine stehen der Praxiserfahrung zur Verfügung. Während der Theorieeinheiten soll den Jugendlichen ausreichend Möglichkeit gegeben werden, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und mögliche Problematiken anzusprechen. Angeleitete Rollenspiele und Übungen vertiefen ausgewählte Thematiken und sollen die eigene Reflexionsfähigkeit schulen. Zudem erhalten alle nach jeder Theoriesitzung einen Beobachtungsauftrag oder eine Aufgabe, die während der nächsten drei Praxiswochen zu erledigen ist. Somit besteht immer eine konkrete Verbindung zu den Theoriestunden.

 

5. Nachhaltige Wirkung des Engagements

Die Jugendlichen sammeln während der AG wichtige Erfahrungen, die sie in ihrem späteren Berufsleben benötigen. Sie werden in ihren sozialen Kompetenzen nachhaltig gestärkt und im Hinblick auf Teambildung, Konfliktbewältigung und im Umgang mit anderen Menschen gefördert.

Des Weiteren erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Bemerkung auf ihrem Zeugnis, welche besonders für die Jugendlichen der 10. Klasse bedeutend sein kann. Bewerben sie sich beispielsweise bei einer sozialen Einrichtung, können sie die erworbenen praktischen Erfahrungen vorweisen.

Im Schuljahr 2013/2014 gewann die Sozial-AG den Jugendsozialpreis 2013 (3.Platz) des Lions Club Arnsberg-Sundern.

 

Siehe auch: Was wir tun - Arbeitsgemeinschaften - Sozial-AG