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Unsere Sozial-AG

Sozial-AG 18.01.2017
Sozial-AG 18.01.2017

1. Beschreibung der AG

 

Die Sozial-AG der Realschule Hüsten ist eine von vielen Wahlmöglichkeiten für die 9. und 10. Klassen, welche im zweiten Schulhalbjahr 2013/2014 erstmalig durchgeführt wird. Die Schülerinnen und Schüler besuchen während der AG-Zeit eine feste soziale Einrichtung, um hier Erfahrungen im Umgang mit kleinen Kindern oder älteren Menschen zu sammeln. Die Erfahrungen und Beobachtungen, welche die Jugendlichen sammeln, werden alle drei Wochen in einer Theorieeinheit in der Schule reflektiert und aufgearbeitet. Ein selbstständig angefertigtes Portfolio mit einem Rahmenplan begleitet die Schülerinnen und Schüler während dieser Zeit und beinhaltet Beobachtungsbögen und Aufzeichnungen.

 

 

2. Zusammensetzung

 

Die AG setzt sich aus insgesamt 18 Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse zusammen, welche ihr Interesse für einen sozialen Beruf bekundet haben und an der AG teilnehmen möchten. Die Realschule Hüsten steht in Kooperation mit neun sozialen Einrichtungen, welche die Schülerinnen und Schüler zu zweit besuchen. Hierbei handelt es sich um folgende Einrichtungen:

 

 - Seniorenresidenz Haus Flammberg

 

- Altenheim Ernst-Wilm Haus

 

 - Offener Ganztag der GS Mühlenberg

 

- Kindergarten Hl. Geist Unterhüsten

 

- Familienzentrum Vogelbruch

 

- Kindergarten St. Petri

 

- Kindergarten Regenbogen

 

- Kindertagesstätte Entenhausen

 

Betreut werden die AG- Teilnehmer von einer Lehrperson, in diesem Halbjahr von Ricarda Wortmann.

 

 

 

3. Ziel der AG

 

Ziel der Sozial-AG ist es, den Jugendlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, wie sie sinnvoll Zeit mit Kindern oder älteren Menschen verbringen und lernen, deren Alltag mitzugestalten. Wichtig ist, dass sowohl die Schülerinnen und Schüler, als auch die sozialen Einrichtungen von der Sozial- AG profitieren und eine „Win-win-Situation“ entsteht. Die Jugendlichen schulen ihre sozialen Kompetenzen und sammeln neue, wertvolle Erfahrungen für die spätere Berufswelt. Die Einrichtungen erhalten von den Jugendlichen Unterstützung bei der Betreuung von Kindern oder älteren Menschen.

 

 

4. Umsetzung

 

Die Durchführung der Sozial-AG an der Realschule Hüsten erfolgt sehr praxisbezogen. Zu Beginn finden drei Sitzungen in der Schule als Theorieeinheiten statt. Die Jugendlichen setzen sich hierbei schwerpunktmäßig mit sozialen Kompetenzen auseinander. Das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen, die Schulung von Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie die Auseinandersetzung mit dem breit gefächerten Thema Kommunikation stehen hierbei im Vordergrund. Hierzu gehört sowohl das Kommunikationstraining nach Schulz von Thun als auch der Umgang mit Kommunikationsstörungen. Außerdem wird der Umgang mit Konfliktsituationen geübt und besprochen. Hierbei setzen sich die Jugendlichen mit Strategien auseinander, welche eine Konfliktlösung in bestimmten Situationen herbeiführen kann.

 

Rollenspiele verdeutlichen konkrete Situationen und veranschaulichen den Schülerinnen und Schülern wie Auseinandersetzungen bewältigt werden können.

 

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Theorieeinheit ist das Thema Teamarbeit, welches in sozialen Berufen einen besonderen Stellenwert einnimmt. Durch kooperative Übungen und Rollenspiele werden die Schülerinnen und Schüler dahin gehend sensibilisiert, wie wichtig gemeinschaftliches Arbeiten in einem Team ist.

 

Im Hinblick auf den ersten Besuch in der sozialen Einrichtung wird über das Verhalten und Auftreten der Teilnehmer in den Einrichtungen gesprochen. Hierzu gehört auch der Umgang mit dem Datenschutzgesetz und der damit verbundenen Schweigepflicht der Jugendlichen.

 

Während die Jugendlichen in den Einrichtungen hospitieren, besucht die betreuende Lehrperson die Schülerinnen und Schüler in den Institutionen, um sich einen Überblick über das Verhalten und Auftreten der AG Teilnehmer zu machen. Der erste Termin im Monat findet immer als Theorieeinheit in der Schule statt, die drei anderen Termine stehen der Praxiserfahrung zur Verfügung. Während der Theorieeinheiten soll den Jugendlichen ausreichend Möglichkeit gegeben werden, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und mögliche Problematiken anzusprechen. Angeleitete Rollenspiele und Übungen vertiefen ausgewählte Thematiken und sollen die eigene Reflexionsfähigkeit schulen. Zudem erhalten alle nach jeder Theoriesitzung einen Beobachtungsauftrag oder eine Aufgabe, die während der nächsten drei Praxiswochen zu erledigen ist. Somit besteht immer eine konkrete Verbindung zu den Theoriestunden.

Die Jugendlichen benötigen ein polizeiliches Führungszeugnis, um in den Einrichtungen tätig zu werden.


 

Nachhaltige Wirkung des Engagements:

 

Die Jugendlichen sammeln während der AG wichtige Erfahrungen, die sie in ihrem späteren Berufsleben benötigen. Sie werden in ihren sozialen Kompetenzen nachhaltig gestärkt und im Hinblick auf Teambildung, Konfliktbewältigung und im Umgang mit anderen Menschen gefördert.

 

Des Weiteren erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Bemerkung auf ihrem Zeugnis, welche besonders für die Jugendlichen der 10. Klasse bedeutend sein kann. Bewerben sie sich beispielsweise bei einer sozialen Einrichtung, können sie die erworbenen praktischen Erfahrungen vorweisen.

 

 

Menschen Zeit schenken

Lions Club Arnsberg Sundern vergibt Sozialpreis am 09.04.2014

Sieben Projekte wurden vom Lions Club Arnsberg Sundern mit dem Jugendsozialpreis ausgezeichnet. Realschüler hinten rechts neben der Tür (Foto: Gaby Decker)
Sieben Projekte wurden vom Lions Club Arnsberg Sundern mit dem Jugendsozialpreis ausgezeichnet. Realschüler hinten rechts neben der Tür (Foto: Gaby Decker)

 

Egon Kämmerer, Präsident des Lions Clubs Arnsberg-Sundern, zitierte in seiner Eröffnungsrede zur Verleihung des Jugendsozialpreises den Philosophen Sokrates.

 

 Er hatte kundgetan, keine Hoffnung mehr zu haben… „Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“.

Das Denken des griechischen Philosophen hat sich über die Jahrtausende hinweg vielleicht bei vielen Menschen erhalten. Die Jugendlichen, die am vergangenen Mittwoch im Rittersaal des Alten Rathauses ausgezeichnet wurden, sind jedoch aus einem ganz anderen Holz geschnitzt.

 

Sieben Projekte waren beim Lions-Club Arnsberg-Sundern, der diesen Jugendsozialpreis ausgelobt hatte, eingegangen. Sieben Projekte, in denen Schüler ihr soziales Engagement zeigten. Zwölf Jurymitglieder waren damit befasst, diese Arbeit der jungen Leute zu bewerten.

 

Zunächst holte Egon Kämmerer die drei Gruppen zur Preisverleihung, die einen Anerkennungspreis gewonnen hatten: Die Sekundarschule Arnsberg hatte es sich mit einer Ein-Euro-Aktion zur Aufgabe gemacht, diesen Euro im Freundeskreis zu vervielfältigen und das Geld an soziale Einrichtungen zu spenden. Die Sozial AG der Realschule Hüsten und ihre Leiterin Ricarda Wortmann besuchten soziale Einrichtungen und der SSV Stockum hatte sich mit seinen Basketballern mit Integration durch Sport befasst. Mit je 250 Euro wurden die Projekte belohnt.

 

Den dritten Preis bekam die Sportjugend im Kreissportbund HSK. Die Schule Mariannhill und das St. Ursula Gymnasium haben sich zu diesem Projekt zusammen getan und wollen den Sport behinderter und nichtbehinderter Menschen verbinden. Die Gruppe bekam ein Preisgeld von 750 Euro von ihrem Laudator Andreas Cloer, Schatzmeister des Fördervereins, überreicht.

 

Zwei zweite Preise vergeben

 

Der zweite Preis wurde zwei Mal vergeben. Zunächst konnte der zweite Vizepräsident des Lions-Clubs, Michael Sittig, den Preis in Höhe von 1000 Euro an die „AG Geschichte“ der Theodor Heuss-Schule vergeben. Die AG hatte sich mit der Geschichte des zweiten Weltkrieges befasst und eine Zeitzeugin gefunden. Die 91-jährige Maria Pieper schilderte ihr Erleben des Krieges.

 

 Ein weiterer zweiter Preis ging an die Hauptschule Sundern. „Erwachsen werden“, ein Projekt, das weltweit unter dem Namen „Lions Quest“ vom Lions-Club gefördert wird. Die Sunderner Schüler befassten sich mit der eigenen Biografie und reflektierten die eigene Lebenssituation. Aus der Hand von Friedhelm Wolf bekamen auch sie 1000 Euro.

 

Schließlich galt es noch den ersten Preis zu vergeben. Die Jugendcaritas Heilig Kreuz bekam von Vize-Präsident Burkhard Majewski den mit 1500 Euro dotierten Preis überreicht. Die Gruppe der Jugendcaritas entstand aus einer Firmvorbereitung und hat inzwischen 50 Mitglieder, die aus dem ganzen Stadtgebiet kommen.

 

Die Jugendlichen unterstützen soziale Einrichtungen, unter anderem das Hospiz, Seniorenheim oder die Tafel, Elisabeth-Heim in Oeventrop und Wohnheim Mariannhill. Sie wollen Zeit verschenken, Erfahrungen sammeln und sie haben Spaß am Helfen. Laut eigener Aussage ist es „ein richtiges Glücksgefühl, anderen zu helfen“. Und – „wir sind gerne dabei“.

 

(Von Gaby Decker, neheim@sauerlandkurier.de)