Thema Sicherheit im Internet

Wie sicher ist dein Passwort? Gibst du mir die Telefonnummern deiner Freunde?

Frau Bruners, Verbraucherzentrale NRW, informiert über die Themen Datenschutz, Spracherkennung, App-Berechtigungen, Urheberrechte und Sicherheit im Internet
Frau Bruners, Verbraucherzentrale NRW, informiert über die Themen Datenschutz, Spracherkennung, App-Berechtigungen, Urheberrechte und Sicherheit im Internet

Am 25.9.2019 hatten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b und 9c die Gelegenheit, mit Frau Bruners, Verbraucherzentrale NRW, über die Themen Datenschutz, Spracherkennung, App-Berechtigungen, Urheberrechte und Sicherheit im Internet zu sprechen.

 

Besonders eindrucksvoll war für viele die Internetseite www.wiesicheristmeinpasswort.de, auf der die Schüler überprüfen konnten, wie lange ein Computer braucht, bis ein Standardpasswort geknackt ist. Wählt man als passionierter Fußballspieler das Passwort "bvb1909", so wird dieses sofort geknackt, die Passwortstärke wird mit 0 von 4 eingestuft. Sinnvoll wäre es, einen Satz zu bilden wie "Die Spiele vom BVB sehe ich am liebsten" und dieses mit den Anfangsbuchstaben als Passwort "DSvBVBsial" abzuspeichern. Es würde Jahrhunderte dauern, dieses Passwort zu knacken. Ergänzt man solche Sätze dann noch mit Ziffern und Sonderzeichen, so kann man davon ausgehen, dass das Passwort sicher ist.

 

Die Vorstellung, dass der Lehrer sich erkundigt, wo sich die Schülerinnen und Schüler am Vorabend gegen 21 Uhr aufgehalten haben, ist für viele befremdlich. Frau Bruners gelang es, den Schülern bewusst zu machen, dass sie genau diese Informationen über entsprechende App Berechtigungen weitergeben. Viele Apps, z. B. Instagram, Whats App, Facebook, Skype u.a. fordern auch den Zugriff auf einzelne Kontakte, den eigenen Kalender, einzelne GPS Daten. Man sollte also genau prüfen, ob man die App wirklich braucht und ob man diese Informationen tatsächlich weitergeben möchte.

 

Am Beispiel eines Bildes von einem prominenten Fußballspieler, der zwar keinen Führerschein hatte, aber mit seinem Aston Martin bei einer öffentlichen Veranstaltung vorfuhr, wurden die Urheberrechte bzw. das Recht am eigenen Bild erläutert. Dieses Bild hatte die Inhaberin einer Fahrschule genutzt, um dafür zu werben, sich nur mit gültigem Führerschein hinter das Steuer zu setzen. Weil die Fahrschulinhaberin das Bild teilte und damit für ihre Fahrschule warb, verletzte sie das Recht am eigenen Bild und musste dem Fotografen eine vierstellige Summe zahlen.

 

Einige Schüler konnten von ihren Erfahrungen mit Spracherkennungsdiensten wie Siri, Alexa und Bixby berichten. So empfinden es viele als "extrem nervig", wenn diese sich in Gespräche einmischen, insbesondere wenn die beste Freundin ebenfalls Alexa heißt.

 

Im Rahmen eines Pilotprojekts der Stadt Arnsberg, bei dem die Klasse 8b und 9c den Einsatz von Handys im Unterricht erproben, war in den Klassen über die Sicherheit im Internet und das Thema Datenschutz berichtet worden.

 

Bei allen Problemen, die zwischen Verbraucher und Firmen auftreten können, ist es sinnvoll, sich vertrauensvoll an die unabhängige Beratung der Verbraucherzentrale zu wenden, die in Arnsberg/Neheim in der Burgstraße 5 zu finden ist.

 

https://www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen/arnsberg

Wir danken Frau Bruners von der Verbraucherzentrale NRW für ihre Unterstützung.