Speiseplan

 

 

 

Sponsoren-Sternwanderung am Schuljahresende

 

Hinduismus

Thema des Unterrichts in Religion und Praktischer Philosophie

Studienfahrt zum Hindu-Tempel in Hamm-Uentrop

 

Am 04.03.2014 starteten unsere drei neunten Klassen mit ihren Lehrern Ute Hövetborn, Rogér Kummer und Martin Schäfer Richtung Hamm-Uentrop, um im Rahmen des Unterrichts in Religion und Praktischer Philosophie den „Hinduismus“ näher kennen zu lernen.

Vor Ort besichtigten sie die Tempelanlage Sri Kamadchi Ampal, zur Zeit leider wegen Fassadenrenovierung eingerüstet, und erhielten einen beeindruckenden Einblick in die Biographie des Priesters und Gründers der Tempelanlage, Siva Sri Paskarakurukkal. Nach nur 6 Jahren wurde der Tempel nach der Vorlage und dem Stil des Kamakshi-Tempels im südindischen Kanchipuram im Jahre 2002 fertig gestellt.

Die Baukosten in Höhe von 1,8 Millionen DM wurden europaweit von Tamilen als Spenden zusammengetragen. Einmal im Kalenderjahr kommen Hindus aus ganz Europa zur Zeremoniefeier nach Hamm, um v. a. der Göttin Kamadchi die Ehre zu erweisen. Verschiedene Gottheiten, die z. B. für Weisheit, Glück, Schutz und Fruchtbarkeit stehen, befinden sich in verzierten Schreinen im Innersten des Tempels. Dreimal pro Tag feiert der Priester einen Gottesdienst, der für das christlich geprägte Abendland etwas befremdlich erscheint - einem solchen durften die Realschüler aus Hüsten beiwohnen.

Nach hinduistischer Vorstellung der Schöpfungsgeschichte sind die Götter aus einem Goldkeim entstanden. Diese haben wiederum die tierischen, pflanzlichen und menschlichen Seelen erschaffen, die in entsprechenden „Körpern“ auf der Welt existieren. Die Seele muss nun wandern und in verschiedenen „Hüllen“ auf der Erde leben, um zur Vollendung der Seele beizutragen.

Die Götterfiguren Shiva, Vishnu und Brahma bilden einen Teil des Ganzen und helfen, den menschlichen Seelen zu dieser Vollendung zu gelangen.

Die Schüler der Städtischen Realschule konnten durch den Tempelbesuch in Hamm einen Hauch der Mystik einer Religion erhalten, die wenig hierarchisch strukturiert und sehr lebensnah ihren Gläubigen eine Vorstellung vermittelt, die über das Materielle des Diesseits hinausgeht.