Junger Chor Oeventrop bei "Nacht der Chöre" mit Michael Patrick Kelly

 

Neues Freilaufgehege für Schulhasen

 

Auszeichnung der Jahrgangsbesten durch die Friedrich und Charlotte Merz-Stiftung

Mehr als 100 Schüler von 26 Schulen aus Arnsberg freuen sich über eine Ehrung für ihre Leistungen durch die Merz-Stiftung für Bildung und Ausbildung.      Foto: Frank Albrecht
Mehr als 100 Schüler von 26 Schulen aus Arnsberg freuen sich über eine Ehrung für ihre Leistungen durch die Merz-Stiftung für Bildung und Ausbildung. Foto: Frank Albrecht
Die Jahrgangsbesten unserer Schule
Die Jahrgangsbesten unserer Schule

Anerkennung der Erfolge

 

So richtig schnieke im Anzug oder Kleid und mit den stolzen Eltern an der Seite: In Hüsten fand die Ehrung der besten Schulabgänger des Jahres 2019 durch die Merz-Stiftung für Bildung und Ausbildung statt. Insgesamt 111 Schüler von 26 Schulen aus der Stadt Arnsberg bekamen dazu in der Schützenhalle Hüsten die große Bühne. Von der Realschule Hüsten waren Martina Pace, Mihrie Bytyqi, Shona Holthoff, Giuliana Padovano und Anairda Mata dabei. Bundestagsabgeordneter Friedrich Merz und seine Frau Charlotte riefen die Preisträger zur Übergabe der verschiedenen Buchgeschenke auf die Bühne.

 

Vor dem mit Spannung erwarteten Teil – der Buchpreisvergabe – begrüßte Peter Blume (CDU) als stellvertretender Bürgermeister die Schüler und ihre Eltern. Er sei von der gut gefüllten Schützenhalle überrascht, das zeige, dass es viele gute Schüler in Arnsberg gebe.

 

Blume richtete seinen Dank an die Merz-Stiftung, die junge Menschen auf ihrem Lebensweg unterstützt. „Das ist ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement und stärkt das Bewusstsein für Bildung in der Gesellschaft“, so Blume. Im Namen der Stadt wolle er allen erfolgreichen Schülern gratulieren.

 

„Ihr seid heute die Leuchttürme, ihr seid die Elite“, so Blume, und er habe den Begriff ganz bewusst gewählt. Früher sei es verpönt gewesen, davon zu sprechen. In der heutigen Gesellschaft sei jedoch beides wichtig – die Bildung in der Breite und die Eliten für Wissenschaft und Forschung, so der stellvertretende Bürgermeister.

Anairda Mata aus Albanien ist stolz über die Auszeichnung und das Geschenk von Charlotte und Friedrich Merz. Foto: Frank Albrecht
Anairda Mata aus Albanien ist stolz über die Auszeichnung und das Geschenk von Charlotte und Friedrich Merz. Foto: Frank Albrecht

Anairda Mata lebt erst seit vier Jahren in Deutschland gehört schon zu Arnsbergs besten Absolventen. Sie hat ehrgeizige Pläne.

 

Nein, wie ein Teil der Elite fühlt sich Anairda Mata nicht. Sie ist eine von den Schülerinnen und Schülern, die es geschafft haben: Ein guter Abschluss in der Tasche und ein Buchgeschenk von der Merz-Stiftung im Arm. Anairda ist 16 Jahre alt und kommt aus Albanien. Erst vor vier Jahren ist sie mit ihren Eltern nach Deutschland gezogen, weil es hier so eine gute Ausbildung gegeben hat.

 

„Fleißig war ich schon immer“, sagt Anairda etwas zurückhaltend. Und mit einem Fachoberschulabschluss und dem Durchschnitt 1,5 möchte das keiner bezweifeln. Bis zum Abschluss zählen Mathematik, Biologie und Geschichte zu ihren Lieblingsfächern an der Realschule Hüsten, dort wo sie seit 2015 auch angefangen hat, Deutsch zu lernen. Mit ihrem Ergebnis kann sie gut umgehen, auch wenn es an der Schule ein paar Neider gegeben hat. Die große Mehrheit, erzählt Anairda, habe aber hinter ihr gestanden. Auch mit einem Brief, den alle an den Bürgermeister geschrieben haben, damit sie hierbleiben darf.

 

An der Realschule hat sie sich gut gefühlt, sie wurde von den Lehrern ermuntert und hat die tolle Klassengemeinschaft genossen. „Sie hat anderen auch beim Mathelernen geholfen“, bestätigen Freundinnen. Ihr Vater ist in Arnsberg als Bauarbeiter beschäftigt und die beiden kleineren Brüder sind für die Unterstützung durch die große Schwester dankbar. Ein über die Schule vermitteltes Praktikum habe ihr schon eine ersten Berufsidee gegeben, sagt Anairda: Ein paar Tage durfte sie im Karolinen Hospital helfen.

 

„Ich wollte schauen, wie das ist“, erklärt die erfolgreiche Schülerin. Jetzt hat sie schon einen Berufswunsch und möchte Ärztin werden. Nach den Ferien macht sie mit der Schule weiter – am Franz-Stock-Gymnasium will sie in drei Jahren ihr Abitur ablegen